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AusverkauftAnbieter:MaiMedMaiMed-MK-steril RÖKO Mullkompressen
Merkmale: Mull
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ES- und Mullkompressen für Praxis, Station und Pflege
In fast jedem Verbandwagen und jeder Praxisschublade liegt ein Stapel davon, und kaum jemand denkt beim Griff danach über das Material nach. Dabei hängt an der kleinen Kompresse aus Baumwollmull eine ganze Reihe von Entscheidungen: ob sie steril sein muss, wie viel Flüssigkeit sie aufnehmen soll und ob sich lose Fäden in einer Wunde festsetzen könnten. Wer täglich Wunden abdeckt, reinigt oder Salben aufträgt, profitiert davon, diese Unterschiede zu kennen.
Gebraucht werden Mullkompressen vor allem von Pflegekräften, medizinischen Fachangestellten, Ärztinnen und Ärzten, aber ebenso im Rettungsdienst und in der betrieblichen Ersten Hilfe. Unter den Kompressen sind sie die klassische Variante aus gewebter Baumwolle, die sich seit Jahrzehnten für die allgemeine Wundversorgung bewährt hat und vielseitig eingesetzt werden kann.
Eigenschaften und Vorteile von ES- und Mullkompressen
Das Kürzel ES steht für eingeschlagene Schnittkanten: Die Ränder des Mulls sind nach innen gefaltet, damit keine offenen Fadenenden nach außen zeigen. Daneben teilen die meisten Produkte weitere Merkmale:
- Verbandmull aus Baumwolle, häufig nach EN 14079
- Fadendichte meist 17-fädig, bei einzelnen Produkten 20-fädig
- 8, 12, 16 oder 32 Lagen für unterschiedliche Saugleistung
- Formate von 5 x 5 cm bis 12,5 x 20 cm
- sterile Ausführung im Peel-Beutel oder unsterile Ware im Großgebinde
- teilweise mit eingewebtem Röntgenkontrastfaden
Welche Kompresse passt, ergibt sich aus der Frage, ob steril gearbeitet werden muss, wie stark eine Wunde nässt und in welchem Umfeld die Kompresse zum Einsatz kommt.
Welche ES- und Mullkompressen passen zu welchem Einsatzbereich?
Für die allgemeine Wundversorgung und die Erstversorgung verschmutzter oder stark nässender Wunden sind die Hartmann ES-Kompressen steril gedacht. Sie bestehen laut Hersteller aus 17-fädigem Mull nach EN 14079, sind 8-fach gelegt und lassen sich aufklappen, ohne dass Randfäden entstehen. Je zwei Stück sind steril eingesiegelt, erhältlich sind Größen von 5 x 5 cm bis 10 x 20 cm.
In Kliniken und OP-nahen Bereichen kommen die Telacomp Mullkompressen zum Einsatz. Die unsterile Ausführung wird laut Hersteller gestapelt in sterilisierbaren Papierbeuteln geliefert, sodass sie vor Ort aufbereitet werden kann. Ein eingewebter Röntgenkontrastfaden macht die Kompresse im Röntgenbild erkennbar, und die eingeschlagenen Schnittkanten verringern das Risiko von Fadenverlust.
Als Salben- oder Medikamententräger bei der klassischen Wundversorgung eignet sich die B. Braun Askina Mullkompresse. Sie besteht laut Hersteller aus reiner, chlorfrei gebleichter Baumwolle, ist 8-fach gelegt und steril zu 25 x 2 Stück verpackt. Die Sprechstundenpackung ist als Sprechstundenbedarf abrechnungsfähig, wobei die Regelungen der jeweiligen KV-Bezirke gelten.
Worauf sollte man beim Kauf von ES- und Mullkompressen achten?
Die erste Frage ist die Sterilität. Für offene Wunden und alle Tätigkeiten, bei denen keimarm gearbeitet werden muss, sind sterile Kompressen die übliche Wahl. Unsterile Ware eignet sich zum Abpolstern, für Reinigungsaufgaben an intakter Haut oder zur eigenen Sterilisation in Einrichtungen, die dafür ausgestattet sind. Welche Variante wo eingesetzt wird, regelt in Kliniken und Praxen der jeweilige Hygieneplan.
Danach zählen Lagenzahl und Format. Mehr Lagen nehmen mehr Exsudat auf und polstern besser, machen die Kompresse aber dicker und weniger anschmiegsam. Für kleine Wunden genügen 5 x 5 cm, für größere Flächen oder zum Abdecken sind 10 x 10 cm und 10 x 20 cm verbreitet. Die Fadendichte beeinflusst, wie fest der Mull ist: 17-fädiger Mull ist der gängige Standard, dichter gewebte Ware wirkt etwas stabiler.
Auch die Verpackung spielt eine Rolle. Einzeln oder paarweise gesiegelte Kompressen sind praktisch, wenn nur wenige Stück je Verbandwechsel gebraucht werden, Großpackungen lohnen sich bei hohem Verbrauch. Wer verschiedene Kompressen vorrätig hält, legt am besten fest, welche Ausführung für welche Aufgabe gedacht ist, damit im Alltag nicht zur falschen gegriffen wird.
Steril oder unsteril, mit oder ohne Röntgenkontrastfaden?
Sterile Mullkompressen sind einzeln, paarweise oder in kleinen Mengen in Peel-Beuteln verpackt. Die Verpackung wird erst unmittelbar vor der Anwendung geöffnet, und nicht verbrauchte Kompressen aus einem geöffneten Beutel gelten nicht mehr als steril. Unsterile Ware kommt meist lose zu 100 Stück oder mehr und wird dort genutzt, wo keine Sterilität erforderlich ist.
Kompressen mit Röntgenkontrastfaden, im Produktnamen oft als RöKo abgekürzt, haben einen eingewebten Faden, der im Röntgenbild sichtbar ist. Sie werden vor allem bei operativen Eingriffen eingesetzt, wo eine Kontrolle der verwendeten Materialien üblich ist. Für die alltägliche Wundversorgung in Praxis oder Pflege genügen in der Regel Kompressen ohne diesen Faden.
Bei der Lagenzahl gilt als grobe Orientierung: 8-fach gelegte Kompressen sind dünn und flexibel, 12- und 16-fach gelegte Kompressen saugen mehr und polstern stärker, und 32-fach gelegte Ausführungen sind für sehr viel Flüssigkeit oder als Polster gedacht. Welche Stärke passt, hängt von der Wunde und der ärztlichen oder pflegerischen Einschätzung ab.
Anwendung und Hinweise zu ES- und Mullkompressen
Mullkompressen werden mit sauberen oder behandschuhten Händen entnommen, sterile Kompressen nur an den Rändern berührt. Für die Fixierung braucht es ein zusätzliches Mittel, da Mull selbst nicht haftet. Bei unklaren, tiefen oder stark blutenden Wunden gehört die Versorgung in fachkundige Hände.
Gelagert werden Kompressen trocken, staubgeschützt und bei Raumtemperatur in der Originalverpackung. Bei sterilen Produkten lohnt ein regelmäßiger Blick auf das Verfallsdatum und auf beschädigte Siegelnähte, denn eine geöffnete oder eingerissene Verpackung hebt die Sterilität auf.
Benutzte Kompressen werden nach den örtlichen Vorgaben entsorgt, in Einrichtungen nach dem jeweiligen Hygiene- und Entsorgungsplan. Unsterile Kompressen, die selbst sterilisiert werden sollen, werden nur nach den Angaben des Herstellers und mit geeigneten Verfahren aufbereitet.
Passende Ergänzungen zu ES- und Mullkompressen
Vlieskompressen sind eine fusselarme Alternative aus Vliesstoff, Schlitzkompressen legen sich um Drainagen und Katheter. Mulltupfer helfen beim Reinigen und Abtupfen, und Mull- und Fixierbinden halten die Kompresse sicher an ihrem Platz.